MINIJOBS UND RENTENVERSICHERUNG

Alle Minijobber unterliegen seit dem 1. Januar 2013 der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Arbeitgeber zahlt einen Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung von 15 Prozent des Entgelts. Daher müssen Minijobber nur die Differenz zum allgemeinen Beitragssatz von 18,7 Prozent selbst tragen, also 3,7 Prozent: Von 450 Euro brutto erhalten Sie nur noch 433,35 Euro im Monat ausbezahlt. Möchten Sie dieses nicht, können Sie sich von der Sozialversicherungspflicht befreien lassen.

Doch der Verzicht auf die Sozialversicherungsfreiheit lohnt sich:

  • Geringe Erhöhung des Rentenanspruchs: Durch die Einzahlungen in die Rentenversicherung erhöht sich Ihre spätere Rente.
  • Volle Leistungen der Rentenversicherung: Als Mini-Jobber erwerben Sie den vollen Versicherungsschutz mit allen Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung – einschließlich Reha-Maßnahmen und Erwerbsminderungsrente.
  • Sie sammeln Versicherungsjahre: Die Zeit des Minijobbens gilt als ganz normale rentenversicherungspflichtige Beschäftigungszeit. Wer viele gesetzliche Versicherungsjahre zusammenbekommt, hat deutliche Vorteile. So können Sie möglicherweise schon vor dem regulären Rentenalter die volle abschlagsfreie Altersrente erhalten. Dies gilt aber nur für Rentenversicherte, die besonders viele Versicherungsjahre vorweisen können.
  • Riester Förderung der Altersvorsorge: Waren Sie vor dem Mini-Job nicht unmittelbar zulagenberechtigt, ändert sich dieses durch den sozialversicherungspflichtigen Mini-Job. Sie haben dann die Möglichkeit die volle Riester Zulage zu erhalten. Die Grundzulage beträgt jährlich 154 €. Für Kinder die nach 2008 geboren sind, erhalten Sie 300 € Zulage pro Jahr. Für Kinder die vor 2008 geboren sind erhalten Sie 185 €.

 

Übrigens: Der Mini-Jobber unterscheidet sich lediglich in steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten von einem Vollzeitbeschäftigten. Im Hinblick auf die Entgeltfortzahlung bei Krankheit, an gesetzlichen Feiertagen und während des Urlaubs, den Urlaubsanspruch sowie den gesetzlichen Kündigungsschutz, ist der Minijobber einem Vollzeitbeschäftigten rechtlich gleichgestellt.

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Betriebliche Altersvorsorge

Sich im Alter auf die gesetzliche Rente zu verlassen reicht nicht aus. Der Staat fördert die private Vorsorge nicht nur mit der Riester-Zulage sondern auch in Form von betrieblicher Altersvorsorge.

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. So kann jeder Arbeitnehmer Teile seines Gehalts oder Sonderzahlungen wie zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung umwandeln und sich auf diesem Wege eine Zusatzrente aufbauen. Diese Möglichkeit besteht für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer.

Dem Arbeitgeber ist es überlassen über die Art der betrieblichen Altersvorsorge zu entscheiden. Es gibt fünf Varianten:

  1. Direktzusage/Pensionszusage
  2. Unterstützungskasse
  3. Direktversicherung
  4. Pensionskasse
  5. Pensionsfonds

Zahlungen werden entweder vom Betrieb, vom Arbeitnehmer oder von beiden geleistet. Bietet der Arbeitgeber keine Variante hat, hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine Direktversicherung. Gegenüber einer normalen Rentenversicherung werden hierbei Steuern sowie Sozialabgaben gespart. Die Beiträge werden nicht aus dem bereits versteuerten Netto Gehalt aufgebracht sondern direkt vom Bruttoeinkommen gezahlt. So sinkt der Betrag auf den Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden müssen und folglich auch die Steuer- sowie Sozialversicherungslast.

Auch Arbeitgeber profitieren von der betrieblichen Altersvorsorge. Sie sparen in vielen Fällen Lohnnebenkosten.

 

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