Betriebliche Altersvorsorge

Sich im Alter auf die gesetzliche Rente zu verlassen reicht nicht aus. Der Staat fördert die private Vorsorge nicht nur mit der Riester-Zulage sondern auch in Form von betrieblicher Altersvorsorge.

Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung. So kann jeder Arbeitnehmer Teile seines Gehalts oder Sonderzahlungen wie zum Beispiel Weihnachts- oder Urlaubsgeld in Beiträge zu einer betrieblichen Altersversorgung umwandeln und sich auf diesem Wege eine Zusatzrente aufbauen. Diese Möglichkeit besteht für alle in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer.

Dem Arbeitgeber ist es überlassen über die Art der betrieblichen Altersvorsorge zu entscheiden. Es gibt fünf Varianten:

  1. Direktzusage/Pensionszusage
  2. Unterstützungskasse
  3. Direktversicherung
  4. Pensionskasse
  5. Pensionsfonds

Zahlungen werden entweder vom Betrieb, vom Arbeitnehmer oder von beiden geleistet. Bietet der Arbeitgeber keine Variante hat, hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine Direktversicherung. Gegenüber einer normalen Rentenversicherung werden hierbei Steuern sowie Sozialabgaben gespart. Die Beiträge werden nicht aus dem bereits versteuerten Netto Gehalt aufgebracht sondern direkt vom Bruttoeinkommen gezahlt. So sinkt der Betrag auf den Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden müssen und folglich auch die Steuer- sowie Sozialversicherungslast.

Auch Arbeitgeber profitieren von der betrieblichen Altersvorsorge. Sie sparen in vielen Fällen Lohnnebenkosten.

 

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Informationsbrief zur gesetzlichen Rente - was man wissen sollte

Jedes Jahr verschickt die gesetzliche Rentenversicherung Renteninformations-Briefe an alle Versicherten, die mindestens 27 Jahre alt sind und eine Beitragszeit von 5 Jahren erworben haben.

Dass die gesetzliche Rente später im Alter nicht ausreichen wird, wenn man seinen Lebensstandard in etwa halten möchte, kann man spätestens bei Lesen dieses Briefes schwarz auf weiß erfahren…

Ganz offen weist auch die Renteninformation darauf hin

Da die Renten im Vergleich zu den Löhnen künftig geringer steigen werden und sich somit die spätere Lücke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergrößert, wird eine zusätzliche Absicherung für das Alter wichtiger (Versorgungslücke)“

Neben den ernüchternden Zahlen wird der Versicherte ebenso darüber informiert, dass es sich bei der angegebenen zu erwartenden Rente um einen Bruttobetrag handelt, von dem noch Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und gegebenenfalls Steuern zu zahlen sind.

Hierbei ist es wichtig zu wissen, dass die Rentenversicherung Pflichtversicherten die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrages zahlt. Für die andere Hälfte sowie für den kassenabhängigen Zusatzbeitrag muss der Rentner selbst aufkommen.

In Zahlen sind dies momentan:

7,3% (die Hälfte von 14,6%) plus der jeweilige Zusatzbeitrag von bis zu 1,9% .

Darüber hinaus wird auch der volle Pflegeversicherungsbeitrag in Höhe von 2,35% von der Rente abgezogen.

Im Weiteren wird in dem Brief zur Renteninformation ebenfalls darauf aufmerksam gemacht, dass der Versicherte sowohl bei seiner privaten Altersvorsorge als auch bei der gesetzlichen Rente den Kaufkraftverlust beachten sollte. Denn steigende Lebenshaltungskosten werden dafür sorgen, dass man im Alter weniger für sein Geld bekommt.

Ein Beispiel:

um die Kaufkraft von 1.000,-€ zu erhalten, werden bei einer Teuerungsrate von 0,5%

  • in 5 Jahren 1.025,-€
  • in 10 Jahren 1.051,-€
  • in 15 Jahren 1.078,-€
  • in 20 Jahren 1.105,-€
  • in 25 Jahren 1.133,-€

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Altersarmut - Risiko für Frauen besonders groß

Kind oder Karriere?

Für die meisten Deutschen scheint beides nur schwer miteinander vereinbar zu sein. Zwei Drittel der deutschen Frauen glauben, dass sie sich nach wie vor entscheiden müssen:

Will ich meinen Beruf weiter so ausüben wie bisher und eventuell sogar beruflich noch einen Schritt weiterkommen oder verzichte ich auf meine Karriere zugunsten der Familie?

Männer teilen diese Einschätzung – etwas 63% glauben ebenfalls, dass Beruf und Familie für Frauen nur schwer miteinander zu vereinen sind. Fünf Prozent sind sogar davon überzeugt, dass eine Kombination aus Kind und Karriere absolut unmöglich ist.

Viele Mütter würden gern wieder voll in ihren Beruf einsteigen und haben auch die entsprechende Qualifikation, jedoch landen sie in Deutschland häufig „nur“ in Teilzeit- oder Minijobs, weil sie zugunsten der Familie ihre Karriere hintenan stellen.  Und das, obwohl die Betreuungsangebote für Kinder in Deutschland ausgeweitet und verbessert wurden. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.

Das Problem, das sich stellt ist, dass ein Teilzeitjob zwar einen Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglicht, der Verdienst allerdings meist nur sehr gering ist. Das wirkt sich dann später auch auf die Höhe der zu erwartenden Rente aus und so kann ein Teilzeitjob leicht zur Stolperfalle in die Altersarmut werden. Private Vorsorge scheint unausweichlich zu sein.

Dennoch belegen aktuelle Studien, dass sich ca. jede 3. Frau gar nicht um ihre private Altersvorsorge kümmert. Von den befragten Frauen zwischen 18 und 65 Jahren gaben 30% an, nicht einen einzigen Cent in ihre private Altersvorsorge zu investieren…

 

 

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Die Sozialversicherungswerte für das Jahr 2015

Am 15.10. 2014 hat das Bundeskabinett die ab 01.01.2015 gültigen Sozialversicherungswerte verabschiedet.

Hier die Rechengrößen / Werte für 2015 im Überblick

Jahresarbeitsentgeltgrenzen KV Alte Bundesl. Neue Bundesl.
Versicherungspflichtgrenze (allgemein) 54.900,00 Euro 54.900,00 Euro
Versicherungspflichtgrenze (Bestandsfälle PKV) 49.500,00 Euro 49.500,00 Euro

Ein Wechsel in die private Krankenkasse ist ab 2015 also erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 54.900,-Euro möglich, also 4.575,- Euro monatlich! Der Zugang zur PKV wird also erschwert.

 

Beitragsbemessungsgrenzen Alte Bundesl. Neue Bundesl.
Kranken- und Pflegeversicherung (jährlich) 49.500,00 Euro 49.500,00 Euro
Kranken- und Pflegeversicherung (monatlich) 4.125,00 Euro 4.125,00 Euro
allgemeine Rentenversicherung (jährlich) 72.600,00 Euro 62.400,00 Euro
allgemeine Rentenversicherung (monatlich) 6.050,00 Euro 5.200,00 Euro
Arbeitslosenversicherung (jährlich) 72.600,00 Euro 62.400,00 Euro
Arbeitslosenversicherung (monatlich) 6.050,00 Euro 5.200,00 Euro

 

Freiwillige Versicherung in der GKV Alte Bundesl. Neue Bundesl.
allgemeine Mindestbemessungsgrundlage 945,00 Euro 945,00 Euro
Mindestbemessungsgrundlage für Existenzgründer 1.417,50 Euro 1.417,50 Euro
Mindestbemessungsgrundlage für Selbstständige 2.126,25 Euro 2.126,25 Euro
Regelbemessungsgrundlage für Selbstständige 4.125,00 Euro 4.125,00 Euro

Höchster Arbeitgeber-Zuschuss (angestellte PKV Mitglieder) Alte Bundesl. Neue Bundesl.
KV mit Anspruch auf Krankengeld 301,13 Euro 301,13 Euro
KV ohne Anspruch auf Krankengeld 288,75 Euro 288,75 Euro
Pflegeversicherung (außer Sachsen) 48,47 Euro
Pflegeversicherung Sachsen 27,84 Euro

Zum Vergleich finden Sie die Werte für das Jahr 2014 ebenfalls auf unserer Homepage unter „News – Sozialversicherungswerte 2014″

 

 

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