Wie versichere ich einen Mähroboter?

Die Zahl der Mähroboter in Deutschland steigt ständig weiter an.

Sie verrichten ihren Dienst im Garten meist selbständig und unbeaufsichtigt.

Nach erledigter Arbeit oder zu schwachem Akku, fährt der Mäher in die Ladestation zurück.

Aktuell sind die Mähroboter noch recht teuer und können daher schnell zu einem begehrten

Objekt eines Diebstahls werden.

In der Continentale Hausratversicherung XXL  sind Mähroboter und Gartenmöbel bis zu einem Wert

von 1.000 Euro mitversichert und können bei Bedarf gegen einen Mehrbeitrag auch höher versichert

werden.

Des weiteren können Schäden entstehen, wenn sich der Gartenhelfer selbständig macht und die

vorgegebenen Grenzen verlässt. Es können Schäden beim Nachbarn entstehen.

Im schlimmsten Fall kann der Mähroboter Verursacher eines Verkehrsunfalls sein.

Für die daraus entstehenden Personen- oder Sachschäden haftet der Eigentümer .

Gerne geben wir  Ihnen weitere Informationen.

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Haftung nach einem Unfall auf der Wasserskianlage

 

Wer haftet nach einem Sportunfall auf einer Wasserskianlage?
Hier ein Beispiel aus dem Bereich des Wassersports und ein entsprechendes Urteil des Landesgerichts Düsseldorf vom November 2012:

Der Fall:

Der Kläger hatte sich auf einer Wasserskianlage ein Wakeboard – ein Wassersportgerät für Fortgeschrittene – ausgeliehen, und das obwohl er blutiger Anfänger war und erst zum zweiten Mal Wasserski fuhr.
Es kam zu einem Unfall, da der Fahrer vor ihm ins Wasser fiel und seine Leine los lies. Diese wurde nicht vom Starthaus eingezogen, sondern hing lose herab. Sie schlang sich um Hals und Kopf des Klägers – dieser verletzte sich dadurch.
Durch diesen Unfall wurde u.a. eine Zahnbehandlung notwendig, und der Kläger versuchte, für die erlittenen Schmerzen und die erforderlichen Behandlungen eine angemessene Entschädigung zu erstreiten.
Seine Argumentation ging dahin, dass seiner Meinung nach eine Belehrung durch die Betreiberin der Wassersportanlage bzw. durch die Mitarbeiter hätte stattfinden müssen. Zudem seien die Abstände, in denen man die einzelnen Fahrer starten lies, zu kurz gewesen.
Dies wies die Beklagte zurück und beschuldigte ihrerseits den Kläger, er habe sich nicht an die vorgegebene Fahrtstrecke gehalten, die durch rote Bojen gekennzeichnet ist. Er sei nicht durch die Bojen hindurch, sondern an ihnen vorbei gefahren. Hierdurch sei es zu einer erhöhten Geschwindigkeit gekommen, durch die der Unfall erst verursacht worden sei.
Zudem habe es vor Beginn der Fahrt sehr wohl eine ausführliche Einweisung gegeben mit dem Hinweis, die eigene Leine sofort loszulassen, wenn er auf ein Hindernis zuführe. Diese Einweisung sei üblich und werde bei allen Nutzern vorgenommen.

Das Urteil des Landesgerichts Düsseldorf:

Die Klage wurde vom Landesgericht Düsseldorf im November 2012 abgewiesen, es schloss sich im Wesentlichen der Meinung der Beklagten an.

Die Begründung:

Eine Wassersportanlage stelle in gewissem Umfang eine Gefahrenquelle dar, hierüber müsse sich der Nutzer bewusst sein. Zwar habe die Betreiberin die Pflicht, die Anlage regelmäßig durch den TÜV überprüfen zu lassen und erforderliche und zumutbare Vorkehrungen zu treffen, die eine Schädigung der Nutzer verhindert. Eine grundsätzliche Verkehrssicherung, die jeden Unfall ausschließt sei jedoch nicht erreichbar.
Die regelmäßige TÜV Überprüfung sei vorgenommen worden, der Kläger konnte nicht beweisen, dass die Beklagte weitere Sicherheitsnormen hätte vornehmen müssen.
Außerdem könne man der Betreiberin nicht vorwerfen, dass ein Anfänger sich gleich ein Sportgerät für Fortgeschrittene ausleiht – wie in diesem Fall geschehen. Sie sei nicht dazu verpflichtet, sich beim Ausleihen des Gerätes nach seinen Kenntnissen in dem Sport zu erkundigen oder ihm von dem Board abzuraten. Der Kläger hätte durchaus eine spezielle Beratung über das Gerät bekommen können, er habe aber nicht danach gefragt.Weiterhin begründet das Landesgericht Düsseldorf sein Urteil dadurch, dass vor offensichtlichen Gefahren nicht extra gewarnt werden müsse. In diesem Fall sei dies die herabhängende Leine des Vordermanns und die Tatsache, dass man das eigene Seil loslassen müsse, wenn ein Hindernis nicht umfahren werden könne.

Fazit des Gerichts:

Bei der Ausübung einer solchen Sportart handelt es sich um eine nicht ungefährliche Freizeitbeschäftigung. Hierfür trägt die Beklagte nicht die Verantwortung – der Kläger hat somit keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

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Neues BGH Urteil zum Thema Tierhalterhaftpflicht

Bin ich als Tierhalter auch dann haftungspflichtig, wenn sich jemand

unerlaubt meinem Tier nähert und dadurch zu Schaden kommt?

Hier ein Urteil des Bundesgerichtshofs zu diesem Thema vom 30.04.2013 (Az.:VI ZR 13/12)

Eine Klägerin verletzte sich schwer als sie in einer Reithalle auf das Pferd der Beklagten steigen wollte. Sie forderte von der Besitzerin des Pferdes ein Schmerzensgeld von mindestens 20.000€. Diese Forderung wurde von der Beklagten zurückgewiesen, da sie der Klägerin zu keinem Zeitpunkt die Erlaubnis erteilt habe, auf ihr Pferd zu steigen. Sie habe ihre Verletzungen selbst zu verantworten und zudem fahrlässig gehandelt, da sie weder eine Reitkappe getragen noch eine Aufstieghilfe benutzt habe.

Die Schmerzensgeld-Klage wurde zunächst vom Dortmunder Landgericht zurückgewiesen. Der Klägerin könne ein Mitverschulden zugeschrieben werden, da sie nicht beweisen konnte, dass es ihr ausdrücklich erlaubt gewesen sei, auf dem Pferd zu reiten.

Dieses Urteil wurde jedoch in Revision durch den Bundesgerichtshof gekippt.

Denn:
für den BGH ist es nicht ausschlaggebend, ob ein Einverständnis der Besitzerin des Pferdes vorlag, da der Tierhalter auch dann haftungspflichtig ist, wenn sich die geschädigte Person dem Tier unbefugt genähert hat (§833, Absatz 1 BGB)

Lediglich in Einzelfällen kann es hier eine Ausnahme geben, zum Beispiel dann, wenn nachgewiesen werden kann, dass sich der Geschädigte bewusst einer besonderen Gefahr aussetzt und sich einem offensichtlich gefährlichen oder bösartigen Tier nähert.

In diesem Beispiel war davon nicht auszugehen und somit haftet die Tierhalterin in vollem Umfang.
Informationen zum Thema Tierhalterhaftpflicht erhalten Sie hier.

 

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Damit Nachbarn auch nach dem Urlaub noch Freunde bleiben

Gerade während eines Urlaubs möchte man sichergehen, dass zu Hause alles in Ordnung ist. In solchen Fällen fragen viele einen guten Freund oder den lieben Nachbar das heimatliche Domizil regelmäßig zu kontrollieren. Doch was ist, wenn der gefällige Haus- oder Wohnungshüter dabei einen Schaden anrichtet? Immer wieder passiert es, dass etwas versehentlich zu Bruch geht, wenn man in der Wohnung des Nachbarn während seiner Abwesenheit nach dem Rechten sieht.

Kann ein Helfer für Schäden haftbar gemacht werden?

Was nur wenige wissen: Als freundlicher Helfer geht man einen sogenannten „Verwahrungsvertrag“ ein, der zu einer gewissen Haftung führen kann. Generell haftet der Helfer nicht für Schäden, wenn er einen kleinen Fehler gemacht hat oder einfach nur ungeschickt war und die Dienste unentgeltlich erbracht wurden. Jedoch wird die Frage nach dem Verschulden stets im Einzelfall entschieden.

Was bedeutet das konkret?

Nicht ganz so schlimm, aber dennoch ärgerlich ist es, wenn dem Helfer die wertvolle Vase herunterfällt oder er versehentlich Blumenwasser auf dem Designerteppich verschüttet. Hat er aber grob fahrlässig gehandelt und etwa vergessen, den Wasserhahn zuzudrehen oder den Wohnungsschlüssel verloren, kann er sehr wohl haftbar gemacht werden. Wer in einem solchen Fall auf eine private Haftpflichtversicherung zurückgreifen kann, spart Geld und Nerven. Deshalb sollte man generell darauf achten, dass die Police auch Gefälligkeitsschäden berücksichtigt.

Und wenn nicht?

Laut aktueller Rechtssprechung haften bei sogenannten Gefälligkeitsschäden weder die Versicherung, noch der Verursacher. Die Kosten muss also die Person tragen, der geholfen wurde. Jedoch ist die Klärung, was genau als Gefälligkeitsdienst gilt, reine Auslegungssache. Deshalb wird die Frage nach dem Verschulden oft erst in letzter Instanz vom Gericht entschieden.

Was ist ratsam wenn man z.B. gefragt wird, in der Wohnung des Nachbarn die Blumen zu gießen?

Wer Ärger vermeiden will, sollte darauf achten, dass in der privaten Haftpflichtversicherung auch Gefälligkeitsschäden eingeschlossen sind. Dann übernimmt die Versicherung die anteiligen Kosten. Bevor man seine Hilfe zusagt, reicht also ein Blick in die Unterlagen zur Haftpflichtversicherung oder ein einfacher Anruf, damit ein kleines Missgeschick nicht großen Ärger nach sich zieht.

Haben Sie noch Fragen? Wünschen Sie ein persönliches Angebot?

Ich berate Sie gern. Denn eine individuelle Lösung lässt sich nur in einem persönlichen Beratungsgespräch finden.

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