Gesundheits-Apps: Pro und Contra

Neuerdings hört man immer wieder davon:

Gesundheits-Apps auf dem Handy oder Tablet, mit denen die Versicherten ihrer Versicherungsgesellschaft ihre Gesundheitsdaten übermitteln sollen.

  • das Verhalten der Kunden im Hinblick auf Gesundheit und Bewegung soll festgehalten werden.
  • ärztliche Vorsorgetermine sollen aufgezeichnet werden.
  • eine gesunde Lebensweise soll dann mit Rabatten und Gutscheinen seitens des Versicherers belohnt werden.

Nach Ansicht von der Befürworter einer solchen App soll durch regelmäßigen Kontakt und kundenspezifische Programm ein persönliches, engeres Verhältnis zum Kunden geschaffen werden. Der Versicherte soll dazu bewegt werden, seine Lebensgewohnheiten zu verbessern.

Datenschützer schlagen hier Alarm, befürchten den „gläsernen“ Patienten und warnen vor einer Übermittlung persönlicher Gesundheitsdaten an den Versicherer.

  • haben die Versicherer, die eine Gesundheits-App ins Leben rufen möchten, tatsächlich vorrangig Interesse an einem gesünderen Leben ihrer Kunden oder geht es vielmehr um wirtschaftliche Aspekte und darum, über die App sensible Gesundheitsdaten zu erhalten?
  • weiß der Kunde, wie seine Daten beim Versicherungskonzern verarbeitet werden, wofür sie letztendlich genutzt werden und wer darauf zugreifen kann?
  • und: hat derjenige Nachteile, der seine Daten nicht in einer solchen App preisgeben will?
  • sollte sich eine Gesundheits-App zukünftig durchsetzen, werden Kunden dann noch eine Versicherung bekommen, ohne seine Daten offen zu legen?

Versicherer wie die Generali, die eine Gesundheits-App einführen möchte und hier eine Vorreiter-Rolle übernimmt, bestätigen, dass sie den hohen und strengen Datenschutzbestimmungen, die in Deutschland gelten, in vollem Umfang genügen werden.

Und was sagen die Versicherten zum Thema „Gesundheits-Apps“?

1000 Bundesbürger wurden hierzu befragt. Danach sind ca. 30% bereit, ihre Gesundheits- und Fitnessdaten an ihre Krankenversicherung zu übermitteln. 39% können sich dies jedoch nicht vorstellen und stehen dem Thema ablehnend gegenüber. Sie befürchten,

  • dass sie bei einer Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes mehr für ihre Krankenversicherung bezahlen müssten und
  • dass ihre Daten auch für andere Dinge verwendet und missbraucht werden.

Befürworter hingegen können sich vorstellen, durch die App und die Dokumentation einer gesunden Lebensweise

  • Beitragsersparnisse,
  • Gutscheine für private ärztliche Leistungen und/oder
  • Gutscheine für Wellness- oder Fitnessangebote zu erhalten

Sie können sich eine Art „Punktesammeln“ vorstellen, die dann gegen Gutscheine eingelöst werden können.

Gesundheits-Apps für private Zwecke haben heute bereits viele Befragte (41%) auf ihrem Handy oder Tablet installiert, nutzen tun sie allerdings nur 3/4 von ihnen.

 

 

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Koalitionseinigung im Gesundheits- und Pflegebereich

 

Große Koalition – Einigungen im Gesundheits- und Pflegebereich erzielt

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen haben CDU und SPD in der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege eine gemeinsame Vereinbarung getroffen.

Wie soll die Gesundheitspolitik unter einer schwarz-roten Regierung aussehen?
 Hier die wichtigsten Eckpunkte:
 -die Kopfpauschale entfällt.
-die gesetzliche Krankenversicherung erhält ihre Beitragsautonomie zurück.
-der GKV Beitragssatz wird zukünftig 14,6% betragen, wobei der Arbeitgeberanteil auf 7,3% begrenzt wird
-der bisher vom Arbeitnehmer zu zahlende zusätzliche Anteil von 0,9% wird in einen Zusatzbeitrag umgewandelt. Die Krankenkassen haben dann die Möglichkeit einen höheren oder niedrigeren Beitrag zu erheben (hierdurch wird wohl die Ausschüttung von Prämien wegfallen).
-In der Pflegeversicherung wird ein Kapitalstock aufgebaut.
-der Beitragssatz zur Pflegeversicherung soll zum 01.01.2015 um 0,3% angehoben werden.

 

 

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