Zeckenplage nach dem milden Winter?

Der Winter 2013/2014 ist längst Vergessenheit und wird mit seinen milden Temperaturen wohl als viertwärmster Winter überhaupt in die Geschichte eingehen.

So ist auch so manches Ungeziefer schon seit Dezember und Januar auf den Beinen, auch die gefürchteten Zecken suchten bereits früh nach „frischem Blut“, obwohl sie normalerweise im Winter absolut inaktiv sind und erst ab April oder Mai rege werden.

Was genau sind eigentlich Zecken?

Zecken sind eine Milbenart. Von den blutsaugender Parasiten waren im Jahr 2004 rund 900 verschiedene Arten bekannt. Zecken haben einen zweigeteilten Körper, mit zwei beweglich gegeneinander abgesetzten Abschnitten und sind weltweit verbreitet. Ihren Lebensraum haben sie in Wäldern, Wegrändern, Parks und Gärten.

Was ist das Gefährliche an Zecken?

Zecken übertragen beim Blutsaugen mehrere Arten von Krankheitserregern ohne dabei selbst zu erkranken. Menschen können durch Zeckenbisse an Krankheiten wie z.B. Borreliose (eine Infektionskrankheit, die das Nervensystem, die Gelenke und die Haut betreffen kann)  Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME (grippe-ähnliche Symptome, Fieber, bei einigen Patienten auch Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten) und Babesiose (Infektionskrankheit – ähnlich der Malaria) erkranken. Besonders mit der FSME ist nicht zu spaßen, da sie dann, wenn das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen ist, tödlich enden kann und medikamentös nicht behandelbar ist.

Müssen wir aufgrund des milden Winters eine Zeckenplage befürchten?

Zwar sind in diesem Winter die Zecken früher aktiv geworden, jedoch mögen sie es überhaupt nicht, wenn das Wetter im Frühjahr dann lange warm und trocken ist. Sie verdursten dann. Außerdem zehrt das frühe Krabbeln der Parasiten an ihren Energie-Reserven. Sie bräuchten dann einen neuen Wirt, um neue Kraft zu tanken, doch der ist in Form von Kleintieren und Vögeln im Winter eher rar. So erklärt es sich dann, dass die Zecken dann im März, wenn genug „Wirte“ unterwegs sind, kraftlos und langsam sind.

Was tun bei einem Zeckenbiss?

Das Wichtigste: die Zecke sollte so schnell wie möglich – jedoch ohne in Panik zu geraten – entfernt werden. Dazu ist eine feine Pinzette oder eine spezielle Zeckenzange geeignet. Man setzt dicht an der Haut an und zieht, hebelt oder dreht die Zecke heraus. Danach sollte die Einstichstelle mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden.

Wie erkennt man einen Zeckenbiss?

Nach einen Zeckenbiss ist die Haut rund um den Einstich ringförmig gerötet. Bei Symptomen wie Müdigkeit, Fieber oder Kopfschmerzen sollten Sie den Arzt aufsuchen. Manchmal kann es auch bis zu 3 Wochen dauern, bis sich die Symptome bemerkbar machen.

Wussten Sie, dass eine dauerhafte Beeinträchtigung als Folge eines Zeckenbisses durch die Unfallversicherung der Continentale abgedeckt ist? Wenn Sie hierzu weitere Informationen benötigen, nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

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